

Gesucht
Ich bin auf der Suche nach...
- wohnungslosen Tierhaltenden, welche bereit sind über ihren Alltag mit ihrem Tier / ihren Tieren auf der Gasse zu erzählen. Ein Treffen könnte bei einem gemeinsamen Spaziergang oder an einem öffentlichen Ort, wo ihr euch gerne mit eurem Tier / euren Tieren aufhaltet, stattfinden.
- Institutionen der Wohnungslosenhilfe, welche Tiere in ihren Räumlichkeiten zulassen
Bei Interesse schreibt mir eine SMS oder E-Mail.
Marisa Geiser-Krummenacher
Mein Projekt
Im Rahmen meiner Doktorarbeit an der Frankfurt UAS möchte ich die Mensch-Tier-Beziehung zwischen wohnungslosen Personen und ihren Tieren untersuchen. Dabei interessiert mich, wie ihr gemeinsam euren Alltag auf der Gasse gestaltet. Wie sieht euer gemeinsames Leben aus? Wo bleibt euch der Zugang mit Tieren verwehrt? Wo oder bei wem findet ihr die Mittel für eure beider Grundversorgung? Wo entstehen Konfliktmomente aufgrund der Tiere? Wie können diese gemeinsam überwunden werden? Wo fühlt ihr euch im Stich gelassen? Was wünscht ihr euch von den Institutionen oder Behörden?
Meine Fragestellung dazu lautet:
«Wie sieht das Leben von wohnungslosen Menschen und ihren Kumpantieren in der deutschsprachigen Schweiz aus?»
Um diese Forschungsfrage zu beantworten, bediene ich mich einem ethnografischen Forschungsdesign. Das heisst, ich möchte an eurem Alltag teilnehmen, verschiedene Situationen beobachten und mit euch gemeinsame Gespräche führen. Dabei interessiert mich euer Wissen über das Leben auf der Gasse und was ihr als Expert:innen als Wichtig erachtet. Dabei möchte ich versuchen, so weit wie möglich durch eure Brille zu sehen und eure Perspektive zu verstehen - immer mit Blick auf euch, wie auch auf euer Tier / eure Tiere.
Datenschutz
Im Rahmen meiner Doktorarbeit halte ich mich an den Forschungsethikkodex der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (Link).
Konkret heisst das für euch beispielsweise, dass
- die Teilnahme an Gesprächen absolut freiwillig ist und eine Absage keinerlei negative Konsequenzen mit sich zieht
- die befragten Personen jederzeit ihr Einverständnis widerrufen können und die Löschung ihrer Daten oder Aufzeichnungen ihrer Interviews einfordern dürfen
- ich die befragten Personen vor einem Gespräch über den Zweck meiner Forschung, ihre Rechte, sowie mögliche Risiken informiere
- ich jegliche Texte nur in anonymisierter Form (ohne Namen) verfasse
- ich keine persönliche Daten wie Namen von befragten Personen oder ihren Tiere an Dritte weitergebe
- ich auf jegliche Beschreibungen der Tiere verzichte, welche auf die Tierhaltenden zurückführen könnten (z.B. Rasse, Farbe, Aussehen, spezielle Merkmale etc.)
- ich auf Beschreibungen von Personen verzichte, welche die Identität der Person verraten könnten
- Tonaufnahmen (z.B. von Gesprächen oder Interviews) nur im schriftlichen Einverständnis mit den befragten Personen mache
- Bilder oder Filmmaterial nur im schriftlichen Einverständnis mit den betroffenen Personen aufnehme
- sämtliche Informationen und Datenmaterial nur für den vorgegeben Zweck, namentlich der Erarbeitung meiner Dissertation verwende. Dazu gehören auch Inputs von anonymisierten Material in Forschungsworkshops zur Erarbeitung der notwendigen Methoden- und Forschungskompetenzen, Vorträge und Posterpräsentationen an Tagungen, Veröffentlichungen in Form von Buchkapiteln in Sammelbänden sowie die Veröffentlichung der Doktorarbeit als Monografie zum Abschluss der Promotion.
- sämtliche Daten in einer anonymisierter Form an einem sicheren Ort abgespeichert werden
Wenn ihr unsicher seid, was es für euch bedeutet an dem Forschungsvorhaben teilzunehmen können wir uns gerne vor einem allfälligen gemeinsamen Gespräch vertiefter darüber unterhalten.
Über mich

Mein Name ist Marisa Geiser-Krummenacher. Ich lebe gemeinsam mit meinem Mann, zwei Katzen und einem Hund in der Region Basel.
Nach einer kaufmännischen Grundausbildung auf einer Bank absolvierte ich ein Bachelorstudium in Sozialer Arbeit und ein Masterstudium in Frieden, Entwicklung, Sicherheit und internationaler Konflikttransformation. Dafür zog es mich in Auslandeinsätze nach Honduras und in die sahraouischen Flüchtlingslager in Algerien. In der Schweiz arbeitete ich in diversen Felder der Sozialen Arbeit zum Thema Flucht, Migration, Berufsbildung, betrieblicher Sozialberatung, Gesundheitsförderung und Prävention sowie Sozialraumplanung.
Aufgrund meiner engen Beziehung zu Tieren absolvierte ich an der Universität Basel den CAS in tiergestützter Therapie und arbeitete in einem Pflegeheim in der tiergestützten Aktivierung. Während dieser Zeit entdeckte ich die Wichtigkeit der Berücksichtigung und Anerkennung der Mensch-Tier-Beziehung in der Sozialen Arbeit. Somit entstand meine Idee für mein Dissertationsprojekt.
Publikationen
Referate
Lehraufträge
Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Soziale Arbeit
BA 223 Armut als Lebenslage und Antworten der Profession
Vorlesung zum Thema Housing First:
- Herbstsemester 2024, Muttenz
- Frühjahrssemester 2024, Olten
- Herbstsemester 2023, Muttenz